Montag, 11. November 2013

Sanierung oder Neubau?

Besonders interessant ist ja die Frage, wie wir nun wirklich das Leben mit den Tieren verwirklichen können. Im Grunde sind drei Optionen im Rennen:

  • Alter Resthof mit mindestens 2ha Weideland. Gibt es nicht so wirklich viel in unseren bevorzugten Gegenden. Darum haben wir uns auch was in Dithmarschen angesehen, aber da wollen wir nicht hin, merken wir, das berührt unser Herz nicht. Das Problem am alten Resthof ist, dass die Investitionen in Sanierung und so weiter sehr viel höher sind, als man spontan denken würde. In einem Hof waren wir mit einem sehr guten Architekten, der darauf spezialisiert ist, das umzusetzen, was wir wollen - und unter ca. 1.000 EUR pro qm Wohnfläche brauchen wir gar nicht anzufangen, realistisch wären eher 2.000 - 2.500 EUR. Da steigt dann der Preis schnell über das, was wir können und wollen. Allem Charme zum Trotz.
  • Haus mit Weide. Also das, was wir uns im ersten Anlauf angesehen und fast gekauft hätten. Oder etwas vergleichbares, beispielsweise haben wir ein in den 80ern neu aufgebautes Aussiedler-Objekt angesehen. Alles da, knapp genug Land, aber quasi keine Nebenräume und echt weder charmant noch praktisch geschnitten. Aber kaum Renovierungsstau. Und trotzdem weit weg von heutigem Komfort und heutiger Energieeffizienz.
  • Neubau. War eigentlich nicht in unserem Fokus, auch weil wir schon drei Mal gebaut haben und es nicht so unbedingt noch einmal sein muss. Und weil es erstmal auch eher absurd klingt. Dann aber stießen wir auf die Idee von Skandwood. Das hat uns tatsächlich gleich angefixt. Unabhängig davon, ob es mit diesem Anbieter wäre oder nicht - aber das historische Lebenskonzept, mit den Pferden unter einem Dach zu wohnen, neu und zeitgemäß interpretiert, ist schon irgendwie elektrisierend. Im Wohnzimmer am dänischen Ofen zu sitzen (oder in der Sauna) und durch ein Fenster in den Offenstall zu schauen - irre, verrückt und ziemlich genau das, was wir eigentlich wollen könnten. Vielleicht gar das Stall-Haus-Dings mitten in eine Ovalbahn zu setzen. Mit heutigem Komfort und mit heutiger Energieklasse. Und verrückterweise gibt es sogar das ein oder andere Grundstück für so was (ca. 1k qm Bauland mit arrondierten 2ha Weideland) zu kaufen.
Was also tun? Zunächst und nicht mit Druck alle drei Optionen weiter fahren. Und die dritte, die neu und irgendwie auch aufregend ist, einmal etwas näher in den Blick nehmen und durchdenken. Und bei einigen Grundstücken mal anfragen, ob das da ginge.

Im Grunde wäre diese dritte Option so etwas wie die Kombination aus den beiden anderen. Denn wir haben ja schon gelernt, dass "Haus mit Weide" nicht so trivial ist, weil wir so ohne weiteres nirgendwo einen Offenstall errichten dürfen (und schon gar keinen Schuppen als Sattelkammer etc). Ein Neubau mit Stall unter dem gleichen Dach wie das Haus könnte da anders aussehen, vielleicht kann das die deutsche Agrar- und Baubürokratie überlisten. Zumal es nicht mal teurer wäre. Und so.

Spannende Zeiten. Aber als erstes muss eh unser Haus eine Familie finden, der wir es verkaufen mögen.

Kommentare:

  1. Willkommen im Club der Stadtflüchter. Eigentlich war ich ja wegen eines ganz anderen Beitrag hierher gelotst worden, aber das hier gefllt mir ja nun sehr. Meine Suche nach dem Land-Haus war allerdings ziemlich unkompliziert, weil sie einem hier in Deutschlands Süden und dessen strukturschwächster Ecke Immobilien und Land quasi hinterherwerfen. Also. viel Glück beim Suchen! Ich werde das weiterverfolgen. Und wenn Sie mal ein paar Provinztipps von umgekrempelten Großstädtern brauchen... immer gerne.

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  2. Wo kann man denn gut aufs land ziehen? Ich komme aus hannover aber viiiel zu voll.. ich brauche laaand ;))

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