Samstag, 9. April 2016

Der erste Schritt ist geschafft

Unser Haus in Hamburg zu verkaufen, war der erste und über lange Zeit ein schwerer Schritt. Denn wir taten uns nicht so leicht, die richtigen Käuferinnen für unser Holzhaus zu finden. Zwar wussten wir bald, wie das Profil sein müsste: eine Familie mit mindestens drei Kindern, ökologisch orientiert aber nicht esoterisch, gut verdienend. Die gibt es, waren wir uns sicher.


Das Verrückte ist: wir haben am Ende mit einer Anzeige bei eBay Kleinanzeigen den richtigen Treffer gelandet – nachdem wir es zweimal jeweils mit einer Maklerin und einmal klassisch selbst via Immonet versucht hatten. Aber erst eBay Kleinanzeigen brachte uns eine relevante Anzahl ernsthaft interessierter Besichtigungen ins Haus. Sicher hängt es auch damit zusammen, dass wir das Haus im Text gleich klar positioniert hatten – als praktisches Familienhaus mit vielen Zimmern und vielen Details, die eher nicht so im üblichen Speckgürtel-Albtraum zu finden sind normalerweise. Diese Anzeige war so auch nur dort möglich, auf den Immobilienportalen wäre die Form nicht passend gewesen.

Am Ende war unsere Anzeige gerade einmal eine Woche online – und hat uns dennoch drei Familie beschert, die uns konkret baten, das Haus kaufen zu dürfen. Davon zwei übrigens über ihre jeweilige Maklerin. An eine dieser Familien haben wir nun verkauft. Was uns vor allem deshalb freut, weil wir den Eindruck haben, dass sie in unser Haus passen und in unsere Siedlung. Dass sie das Haus, das wir mit viel Übersicht und Herzblut geplant haben, zu schätzen wissen werden.

An Stelle von Immobilienscout und Immonet würde ich mir angesichts unserer Erfahrung Sorgen machen. Zumal wir unseren Hof, den wir voraussichtlich in den nächsten Tagen kaufen werden, ebenfalls – wie merkwürdig es auch immer klingen mag – über eBay Kleinanzeigen gefunden haben.

Dass am Ende zwei der drei konkreten Kaufwünsche über Maklerinnen kamen, ist vielleicht nicht einmal überraschend: eBay Kleinanzeigen ist dicht an unbenutzbar, die Suche ist unterirdisch, Gesuche und Angebote nicht vernünftig getrennt, vieles an der Plattform ist irgendwie nervig (außer das inserieren, das ist super und sehr einfach, ebenso wie das Nachrichtensystem). Aber so ist es ein gefundenes Fressen für Maklerinnen, die im Auftrag von Kundinnen nach Häusern für sie suchen. Da müssen sie eben wirklich was tun für's Geld... Und weil die Anzeigen auf eBay Kleinanzeigen nicht so einfach zu finden sind, kommen die Maklerinnen eben auch mit neuen Objekten zu ihren Kundinnen. Oder so. Oder auch ganz anders.

So oder so – es war überraschend für uns. Aber wir freuen uns. Nun geht es hoffentlich schnell weiter mit dem zweiten Schritt. Eins nach dem anderen...

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