Montag, 27. Mai 2013

Wiese wächst. Und neue Verwirrungen

Einerseits ist es schön, zu sehen, dass die Wiese langsam wächst.

Gras am wachsen im Regen. Unser Land.
Noch nicht wirklich dicht, das dauert auch noch, sieht aber schon viel besser aus als neulich. Dieses Jahr können die Pferde da eh nicht mehr drauf - zweimal mähen und Heu machen wird das Minimum sein, bevor die Wurzeln für so brutale Fresser wie Pferde fest genug sind. Aber nach den Wochen Dauerregen konnten wir immerhin schon mal die trockeneren Stellen identifizieren, denn irgendwo muss ja der Paddock samt Weidehütten hin. Vielleicht stellen wir die auch erstmal in den Obstgarten. Also an den Rand, hier im Bild ganz links zu sehen, das Unkraut vor den Äpfeln und Quitten. (Das rote Dach im Hintergrund ist übrigens das Haus, nur mal so zur Info.)

Etwas Verwirrung ist dafür noch mal aufgetreten, was den Erwerb des gesamten Objekts angeht. Nach unseren Informationen hat das Land Schleswig-Holstein ein Vorkaufsrecht auf landwirtschaftliche Flächen, wenn die an Nicht-Landwirtinnen verkauft werden (sollen). Was aber möglicherweise erst nach Beurkundung zum Tragen käme. Wäre der Hammer.

So richtig ich das im Prinzip politisch finde - könnte dies das Projekt Landleben nachhaltig gefährden. Denn es scheint so zu sein, dass das Land dieses Recht in letzter Zeit häufiger auch ausübt. Wir wissen von einigen Resthöfen, deren Käuferinnen das passiert ist. Also noch mal auf die Bremse treten und rausfinden, was da Sache ist. Immerhin scheint Landnot nicht das Problem der bäuerlichen Betriebe in unserem Dorf und den Nachbardörfern zu sein. Vielleicht haben wir ja Glück.

Update
Und ein bisschen mehr Recherche bringt Entwarnung, kann aber für andere spannend sein. Aaaaalso:
Das Reichssiedlungsgesetz ist das Thema. Dabei geht es tatsächlich darum, Land gegebenfalls für Landwirtinnen zu arrondieren, Lebensgrundlagen für Landwirtinnen zu erhalten etc. Und deshalb müssen Landverkäufe von über 2ha gemeldet werden, die Stelle hab ich gerade vergessen. Und die Landgesellschaft Schläfrig-Hostein kann dann bei diesen Objekten ein Vorkaufsrecht realisieren. Das macht sie auch tatsächlich. Vermehrt zurzeit, da die Bodenpreise im Land massiv steigen und Geld aus Währungen in Boden fließt. Wir bleiben aber unter den 2ha. Glück gehabt.
So oder so machen wir also was richtig gerade. Erst steigt der Wert unseres Hauses in Hamburg, so dass wir es am Scheitelpunkt der Immobilienentwicklung verkaufen können (äh, hoffentlich). Dann kaufen wir gerade dann Land, wenn diese Preise auch zu steigen beginnen. Selbst wenn es nach der Umwidmung zu Grünland erstmal auf Jahre oder Jahrzehnte nicht als Ackerland zu nutzen ist. Was wir aber in den nächsten Jahrzehnten auch nicht wollen. Denn wir wollen ja nicht Bauer und Bäuerin werden - sondern maximal und unkommerziell Islandpferde züchten. Zumindest könnten wir es mit meinem Riesenteddypferdchen mal versuchen, das hat ja einen super Blup.

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